Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte von Praktizierenden

Eine große Sinnkrise nach vielen erfolgreichen Berufsjahren brachte mich mehr durch Zufall zum heilsamen Singen. Mit Selbsterfahrung hatte ich vorher in meinem Leben eigentlich nichts zu tun. Schaute darauf eigentlich eher ein bisschen abschätzig. Aber ich hatte als Jugendlicher gute Chorerfahrungen und das war eine Brücke und heilsames Singen konnte ich mir schon irgendwie vorstellen. Heute kann ich sagen, dass das heilsame Singen besonders auf diese körperliche Weise eigentlich mein ganzes Leben grundlegend verändert hat. Ich glaube, ich habe vorher alles, was mit Gefühlen zu tun hatte, wegrationalisiert. Daran wäre fast auch meine Familie zerbrochen, wenn ich es von heute aus betrachte. Wie glücklich meine Frau darüber ist, dass ich jetzt regelmäßig singe und meine Gefühle wie Neuland entdecke, kann man sich vorstellen. Dass ich das allerdings kaum meinen Freunden erzählen konnte, ohne dass sie die Augen verdrehten, das war am Anfang eine bittere Pille. Jetzt schweige ich halt darüber. Denn ich habe für mich einen Weg gefunden, mich mit meinem Leben doch im Großen und Ganzen glücklich zu fühlen. (H., Ingenieur, 41 Jahre)

TeilnehmerTeilnehmer

Viele Jahre hatte ich Schlafstörungen, habe viele Dinge versucht, aber nur mit geringem Erfolg. Ich hatte manchmal schon Angst, dass die dauernde Erschöpfung mein ganzes Leben zerrüttet. Ich bin durch eine Bekannte auf das Meridiansingen aufmerksam geworden. Durch das heilsame Singen habe ich gelernt, beengende Muster in meinem Leben zu entdecken, alte Wunden zu heilen und vielen Menschen zu verzeihen... Auch heute habe ich manchmal noch Schlafstörungen, wenn viel auf mich einprasselt. Aber dann stehe ich auf, singe, und meist klappt das. Das dolle ist für mich, dass ich mit den Meridianmantren immer Neues entdecke und das Gefühl habe, immer tiefer mit mir in Berührung zu kommen, je länger ich sie jetzt schon singe. (B., Postbeamter, 38 Jahre)

Der Krebstod meines achtjährigen Kindes und das Zerbrechen meiner Ehe an dieser Herausforderung war vor 19 Jahren der Anfang einer langen Odyssee von Trauer, Wut, und Überlebensängsten. Hierbei bin ich mit der zusätzlichen Herausforderung als selbstständige Musiklehrerin immer wieder an den Rand meiner Kräfte gekommen. Schon damals entdeckte ich, dass es mir selber gut tat, wenn ich singe. Vor knapp einem Jahr wurde ich dann noch mit einer Krebsdiagnose (Darmkrebs mit Lymphmetastasen) konfrontiert. Verständlicherweise hatte ich immer wieder große Ängste, die nicht selten in lähmender Panik mündeten und mich unfähig machten, meinen Alltag zu bewältigen. Da erinnerte ich mich an eine kurze und sehr positive Begegnung mit dem Meridian-Singen und begann, diese Spur wieder aufzunehmen. Ich war mir sicher und spürte, dass mein Krebs aus meiner psychischen Belastung der letzten Jahre erwachsen war und war überzeugt, dass ich den Krebs vor allem auf dem psychischen Weg durch die Verarbeitung unverarbeiteter Konflikte und eine grundlegende Veränderungen in meinem Leben in positive Lebenskräfte umwandeln kann. Diese innere Gewissheit gab mir die Kraft, die sonst vielleicht unverzichtbare Hilfe durch eine Chemotherapie nicht in Anspruch zu nehmen. Mit ärztlicher Begleitung schlug ich einen ganz individuellen Heilungsweg ein. Das Meridiansingen war dabei ein ganz zentraler Baustein. Es war nicht nur eine optimale Möglichkeit, mit der ich von jetzt auf gleich immer wieder aufkommende Ängste effektiv auflösen konnte. Und das fast an jedem beliebigen Ort. Denn sie wirkten sogar auch, wenn ich sie nur in Gedanken lautlos gesungen habe. Das war und ist immer wieder eine erstaunliche Erfahrung. Die Texte der Meridianmantren führten und führen mich beim Singen in tiefste Seelenräume. Von dort aus konnte und kann ich alte Konflikte auf eine Weise zum Ausdruck bringen, bei der in mir eine ungeahnte Quelle von Gestaltungskraft, Optimismus und Lebensfreude zu sprudeln beginnt. Durch den Krebs habe ich letztlich zu einer neuen Lebensintensität gefunden, die ich nicht mehr missen möchte. Und ich bin aufgrund von allem, was ich heute über meine Gesundheit weiß, sicher, dass ich so meinen Krebs nachhaltig umgewandelt habe. Heute biete ich Gruppen mit dem Heilsamen Singen an. (R., 59 Jahre)

Immer noch staune ich... Nach einer langen depressiven Lebensphase kann ich mich jetzt mit dem Singen immer wieder selbst in eine Stimmung der Zuversicht und Tatkraft tragen. Ich habe einen schönen Weg gefunden, mich wieder wahrzunehmen. Und meine Essstörungen habe ich schon fast im Griff. Dafür bin ich sehr dankbar. (P., Sozialarbeiterin, 36 Jahre)

Nach dem zu frühen Tod meines Mannes hat mir das heilsame Singen immer sehr geholfen, wenn ich drohte, in der Trauer zu versinken. Immer wieder konnte ich so meinen Schmerz wandeln. Die Melodien und Texte tauchten in dieser Phase oft im Inneren auf und zogen mich sozusagen wieder auf die Seite des Lebens. Das gleichzeitige Singen und Bewegen ist für mich die Entdeckung eines neuen Raumes in mir. Heute ist das Meridiansingen mithilfe der CDs eine Art regelmäßiger seelischer Hausputz. Zugleich finde ich dadurch auf besondere Weise zu mir, werde klar, spüre mich dann lebendig und wohl. (F., Hausfrau, 47 Jahre)

Das wöchentliche Meridiansingen in Verbindung mit den speziellen Qi Gong Bewegungen ist für mich als Ärztin in eigener Praxis im Vergleich zu dem, was ich sonst kenn, eine optimale Form, den täglichen Stress abzubauen. Ich komme seither mit deutlich mehr Vitalität und Lebensfreude durch die Woche. Die Melodien und Texte tauchen in der Regel mehrmals täglich in Verbindung mit stärkenden und tragenden Empfindungen auf. (H., Ärztin, 59 Jahre)

Was genau dazu geführt hat, dass ich immer alles festhalte, weiß ich nicht. Die Mutter halten, damit sie sich nicht umbringt. Den Vater halten, damit er nicht cholerisch wird und schlägt. Beide zusammen halten, damit die Familie nicht auseinander bricht. Halten war anscheinend die Lösungsstrategie zum eigenen Überleben. Mein Festhalten war so stark, dass ich zwischenzeitlich nachts mit den Zähnen knirschte. Dementsprechend Probleme habe ich mit dem Thema Loslassen. Loslassen von Unbekömmlichem, von hinderlichen Erwartungen, von schädlich gewordenen Beziehungen. Loslassen hieß quasi sterben. Und also habe ich es nicht getan. Habe alles und jeden gehalten, auch ausgehalten, und selbst der Darm hat sich nur alle zwei Wochen mühsam entleert. Nachdem ich in den letzten zwei Jahren recht angestrengt mit dem Thema Loslassen befasst war, habe ich im Frühjahr 2007 ein Tagesseminar zum Lauschenden Singen bei Dr. Karl Adamek besucht, wo wir das „Darm-Mantra“, also das von ihm entwickelte Heil-Lied zum Darm-Meridian gesungen haben. Es gab heftige Gefühlsbewegungen, manche Zeilen des Liedes konnte ich gar nicht singen. Aber die Tränen flossen, und so kam etwas in Fluss. Wenige Wochen später kam ich mit einer akuten Colitis, einer schweren Darmentzündung, ins Krankenhaus. Es war, als müsse sich das Thema noch einmal verdichten, noch einmal deutlich zeigen, um gesehen zu werden, bevor es sich lösen, bevor ich es loslassen konnte. Ich kam wieder in Fluss, indem ich meine Trinkmengen steigerte und von morgens bis abends immer wieder das „Darm-Lied“ sang. Die Colitis ist darüber abgeheilt. Mit dem Meridiansingen, so auch meine weiteren Erfahrungen, lassen sich auf leichte und schöne Art emotionale Blockaden, Erstarrungen und alte, unbekömmlich gewordene Muster lösen, die man mit konventionellen psychotherapeutischen Methoden nicht erreicht oder nur mit Anstrengung und viel größerem Aufwand. Die Wirkungen dieser Form des heilenden Singens waren so überzeugend, dass ich erwäge, meine ja fruchtbare therapeutische Arbeit durch diese Methode zu ergänzen, um sie so auch meinen Patienten zur Verfügung zu stellen. (T., Psychotherapeutin, 37 Jahre)

Erfahrungsberichte von Angehörigen heilender Berufe

Mit der wöchentlichen Gruppe „Heilsames Singen“, die ich für meine Patienten anbiete, kann ich nicht nur ihnen wertvollste Impulse zu tiefgreifenden Veränderungen pathogener Lebenshaltungen vermitteln, sondern auch ich selbst fühle mich seither wieder allgemein lebensfreudiger und mehr ans Leben angeschlossen, obwohl ich tatsächlich mehr leiste. Hinzu kommt noch, dass die Patienten das Singen auch in ihrem Alltag noch mit Freude weiter praktizieren und so die Effekte vertiefen. (Doris Opferkuch, Ärztin)

Teilnehmer

Als Ärztin biete ich seit längerer Zeit das Meridiansingen mithilfe der CDs mit sehr guten Ergebnissen regelmäßig für einen Kreis meiner Patienten an. Selbst habe ich keine großen musikalischen Vorerfahrungen mitgebracht. Diese Form des heilsamen Singens trägt nach meinen Erfahrungen deutlich zur Genesung und allgemeinen Gesundheit bei. Das merke ich unter anderem daran, dass die Frequenz der Besuche dieser Patienten in meiner Praxis erkennbar abgenommen hat. Zugleich war jedoch die Ausstrahlung ihrer Berichte über diesen neuen Ansatz meiner ärztlichen Arbeit offensichtlich so überzeugend, dass unter dem Strich mehr neue Patienten den Weg zu mir suchten. Alles in allem erlebe ich meine Arbeit als effektiver und die Freude, die damit verbunden ist, macht sich in allen meinen Lebensbereichen stressmindernd bemerkbar. Dass ich zuvor am eigenen Leib erleben konnte, wie ich gesundheitliche Probleme mit dem Meridiansingen nachhaltig positiv beeinflussen konnte, hat mir den Schwung gegeben, diesen neuen Weg auszuprobieren. (Karin Haschenburger, Ärztin)

In den Heiligenfeld Kliniken wenden wir die Methode des heilsamen Singens nach Karl Adamek seit Jahren erfolgreich an. Die Ergänzung therapeutischer Arbeit durch die besonderen Potenziale des Singens zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte halte ich für eine wichtige Zukunftsentwicklung. (Dr. Joachim Galuska, Ärztlicher Direktor der Heiligenfeld Kliniken)

Seit Jahren arbeite ich mit dem heilsamen Singen in den Heiligenfeld Kliniken. Vor der Ausbildung bei Karl Adamek und Carina Eckes hatte ich mit Musik und Singen so gut wie nichts zu tun. Die Möglichkeit, diese Musikaufnahmen als Grundlage für das gemeinsame Singen mit den Patienten zu nutzen hat mir neue Räume im therapeutischen Alltag eröffnet. Meine Arbeit ist darüber hinaus leichter, freudvoller und spielerischer geworden. Und ich bin aufgrund meiner Beobachtungen und des positiven Feedbacks der Patienten sicher: die Einbeziehung des Singens macht auch den Heilungsprozess ganzheitlich wirkungsvoller und nachhaltiger. (Werner Beutler, Leitender Therapeut der Heiligenfeld Kliniken)

Als Systemische Familientherapeutin und Trainerin für Psychoresonanz nach Karl Adamek und Carina Eckes, leite ich, gemeinsam mit einer Kollegin, die Nachsorge in Köln für Menschen die eine stationäre Therapie in der Klinik Heiligenfeld gemacht haben. Das heilsame Singen dient auf einzigartige Weise als eine Methode, die den Menschen dazu verhilft, das in Heiligenfeld Erfahrene zu verankern und ihrem Alltag zu integrieren. Die Teilnehmer berichten, wie das gemeinsame Singen aus der Seele in ihrem Alltag nachschwingt und sie nährt. Es dient ihnen als Anker der Erinnerung hin zum Heilsamen und ist jederzeit auch für sie allein anwendbar. So werden die Menschen in ihrer Autonomie und Selbstheilungskraft nachhaltig gestärkt und das Verhindern einer „Drehtür-Behandlung“ wird maßgebend gefördert. Für mich als Therapeutin ist die heilsame Wirkung der Methode an Leib und Seele spürbar. Die Herausforderungen meiner Arbeit, mit den nahezu unbegrenzten Anliegen der Menschen, führten mich vor dem Kennenlernen des Heilsamen Singens an den Rand einer Burn Out Situation. Durch die Entdeckung der Methode für mich selbst und für meine Arbeit konnte ich eine stabile emotionale Stärkung erfahren und in meiner Arbeit zu einer „Win-Win-Situation“ finden. (Susanne Dicken)

Das „Lauschende Singen“, wie es von Carina Eckes und Dr. Karl Adamek entwickelt wurde, ist ein Herzstück meiner Arbeit geworden. Im Bereich der Seelsorge kann es im wahrsten Sinn des Wortes er-lösende Prozesse fördern. Auch erlebe ich immer wieder, wie es für Menschen ganz verschiedener Vorprägungen einen gemeinsamen Raum spiritueller Erfahrung öffnet. Wichtig ist mir bei beidem auch die ständige, viel zu lange vernachlässigte Einbeziehung des Leibes in das Geschehen. (Irene Sonnabend, Pfarrerin)